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Warum wir eigentlich vergessen...
Verdammt, wo liegen denn die Autoschlüssel?
Mit den Sinnen Hören, Sehen und Tasten nehmen wir eine unvorstellbare Fülle von Informationen auf : 1.000.000.000 bit pro Sekunde. Im Gedächtnis bleibt davon nur ein Bruchteil - leider seufzen die Einen, Gott sei Dank meinen die Anderen.
Von dieser einen Milliarde (= 109) bit/s speichert das Bewusstsein allerdings nur einen minimalen Teil - etwa 10 bis 100 bit/s. Andererseits geben wir durch Sprechen, Mimik und Motorik auch die enorme Datenmenge von 107 = 10 Millionen bit/s ab. Aber was bleibt im Gedächtnis und warum? Und wie lange?
Die Schlüssel, die Brille sind nie dort, wo man sie vermutet. Der Gesprächspartner - wie heißt er doch - sind wir nicht schon per Du? Hab ich meine Tabletten heute schon eingenommen? Das Vergessen ist ein leidiges Thema. Die Flut an Reizen, die das Bewusstsein tatsächlich erreicht, bleibt möglicherweise nur eine einzige Sekunde im Gedächtnis. Die Wissenschaft unterscheidet vier Stufen des Merkens:
  • Sensorisches Gedächtnis (1 Sekunde)
  • Primäres Gedächtnis (einige Sekunden)
  • Sekundäres Gedächtnis (Minuten bis Jahre) oder Kurzzeitgedächtnis
  • Tertiäres (lebenslang) oder Langzeitgedächtnis.
Eine Information im sensorischen Gedächtnis kann durch Ausdruck mittels Sprache (ca. 20bit/s) ins primäre Gedächtnis gelangen. Kennen Sie den Trick, dass man sich Witze nur merkt, wenn man sie bald weitererzählt? Informationen zu wiederholen und zu üben bringt Informationen ins sekundäre, bzw. häufiges Üben ins tertiäre Gedächtnis. Alles was dazwischen liegt, gerät in Vergessenheit. Also: Welche Chance hat Ihr Gedächtnis, wenn Sie die Schlüssel jedes Mal woanders ablegen? Es sei denn, Sie machen sich bei jeder Ablage streng bewusst, wo Sie sie wieder finden möchten (... und erzählen das vielleicht auch noch Ihrem Partner).
Informationen im sekundären Gedächtnis sind langsam abrufbar, wenig gefestigt, dieselben im tertiären Gedächtnis jedoch sind schnell abrufbar wie z.B. Schreiben, Lesen, eigener Name, oder wo die Schlüssel (immer) liegen.
Übung macht den Meister
Ein bewährtes Gedächtnistraining ist Übung in jeder Form: egal ob Lesen, Rätsel lösen, Gedichte lernen oder Schach spielen. Vergesslichkeit ist uns allen lästig, scheint aber ein Produkt unserer Oberflächlichkeit zu sein. Die kaum bezwingbare Vergesslichkeit ist nur zu überlisten, wenn man sich konsequent des tertiären Gedächtnisses bedient. Dort ist unser Automatismus beheimatet.
Eine wichtig Konsequenz wäre daher, sich anzugewöhnen die Schlüssel nach Gebrauch nur an einer Stelle abzulegen etc. - und den Namen des Gesprächspartners merkt man sich sobald die Person interessant, also die Information intensiv geworden ist.
Durch Übung zum Unbewussten
Die komplexen erlernten Tätigkeiten unseres Alltags können wir nur automatisch bewerkstelligen, wenn sie tief in uns "eingebrannt" sind. Etwa Autofahren: 30 Minuten bis ins Büro, Stoßverkehr und Ärger mit der Familie, warum streiten wir immer wieder über das Gleiche. Über weite Strecken wissen wir gar nicht, dass und wie wir den Wagen gelenkt haben. Im tertiären Gedächtnis thront das Unbewusste. Das Bewusstsein schalten wir nur ein bei wichtigen Belangen oder wenn Gefahr droht. Und das kostet Energie. 80 Prozent der Energie im Gehirn verschlingt das Bewusstsein, nur 20 Prozent stehen dem Unbewussten zur Verfügung. Bei einer Prüfung mit komplexen geistigen Anforderungen versinkt alles um einen herum, die Füße werden kalt, die Hände feucht - das Bewusste saugt alle Energie ab.
Erlerntes oder Erfahrenes steht aber derart spontan aus dem Unbewusstsein zur Verfügung, dass es unser Handeln und Denken, unsere Kreativität und Intuition bestimmt. Die Flut an Informationen würde uns in den Wahnsinn treiben, wenn wir zum Verarbeiten nicht das Unbewusste beanspruchen könnten - also ein segensreicher Schutzmechanismus.
Schutzmechanismus Verdrängung
Ein anderer, weniger segensreicher Schutzmechanismus ist noch tiefer in der Arbeitswelt Sigmund Freuds, dem Unbewussten, verborgen - die Unterdrückung. Schmerzliche Erinnerungen, seelischer Unrat werden durch Verdrängung im Unbewussten perfekt entsorgt. Manche Menschen können Informationen verbannen, bis sie im Gedächtnis versickern. Und das ist wieder die Schatzkiste der Psychoanalytiker, die z.B. das Ziel haben, durch das Unbewusste geprägte Verhaltensmuster ins Bewusstsein zu führen, um sie dort - mit viel Energieaufwand - zu verarbeiten ...
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